Gemeinsam mit rund 100 Unternehmerinnen und Unternehmer, KMU Vertretern und Interessierten haben wir in Person von unserem Kollegen Armend Mustafa am KMU Forum Wirtschaftsregion Aargau zum Thema Digitalisierung teilgenommen.

Wie viel Digitalisierung braucht ein KMU? Digitales Ökosystem? Wettbewerbsvorteil? Disruption? – diese Fragen und andere Begrifflichkeiten begleiteten die Teilnehmenden durch den ganzen Tag.

Wir von der Persaga beschäftigen uns schon länger mit dem Thema und stellen immer wieder fest, dass es zum einen keine abschliessende Antwort gibt, und dass zum anderen viele Faktoren darüber entscheiden, wie stark sich ein Unternehmen auf den digitalen Wandel einlassen soll. Dies wurde auch an diesem Anlass wieder mehr als deutlich.

Das Referat von Holger Greif (PwC Digital Services GmbH) beruhte auf einer Studie, bei der 300 Unternehmen und Personen befragt wurden. Kernaussage dabei war, dass die meisten Schweizer KMU sich primär intern mit dem Thema Digitalisierung beschäftigen und noch nicht den Kunden aber in den Mittelpunkt für dieses Thema stellen. Da vier von fünf Unternehmen in der Studie davon überzeugt sind, dass sich der Markt verändern wird, wurde auch schnell klar, dass das Thema Weiterbildung des Personals in Digitalisierungsthemen schnell im Mittelpunkt stehen wird. Die Erkenntnisse der Studie für Unternehmerinnen und Unternehmer fasste Holger Greif wie folgt zusammen:

  • Ärmel hoch: Digitalisierung heisst Arbeit und ist Chefsache
  • Kleine Schritte: Kleine Schritte machen und experimentieren
  • Hallo Kunde: Die Kunden in den Mittelpunkt stellen
  • Argusaugen: Den Markt beobachten, nicht nur die unmittelbaren Mitbewerber. In anderen Märkten entstehen Ideen
  • Hinterfragen: Raus in den Markt, Kundenreaktion aufnehmen und daraus lernen
  • Investieren: Digitalisierung braucht Investitionen, die nicht zwingend hoch sein müssen
  • Menschen: Mitarbeitende auf den Weg nehmen, Fokus auf Kundenbedürfnisse
  • Innovationskultur: Ängste abbauen, mutig sein und Chancen erkennen

Bevor es mit der Podiumsdiskussion weiterging, zeigte Olivier Kofler (PwC Digital Services GmbH) unter anderem auf, was ein digitales Ökosystem ist. Als Beispiel nannte er Amazon, das ein eigenes Ökosystem aufgebaut hat, bestehend aus einer Community (User), Content (Inhalt) und Commerce (Handel). Olivier Kofler empfiehlt den Unternehmerinnen oder Unternehmern: «Fragen Sie sich, wo es ein Ökosystem gibt, an das Sie andocken können. Das ist meist effizienter als etwa den eigenen Webshop aufzubauen.» Wie weit die Digitalisierung in einzelnen Bereichen bereits vorangeschritten ist, zeigte Olivier Kofler am Beispiel der Filmindustrie mit YouTube und Netflix oder an den «Boxen» von Google, die zuhören und beispielsweise auf Wunsch ein Taxi bestellen.

Im Zuge der Podiumsdiskussion wurde nicht nur ein Beispiel von KNEUSS Güggeli, zum Thema «erfolgreiche Nutzung von Digitalisierung» besprochen, sondern es stellte auch in den Vordergrund, dass beim Thema Digitalisierung immer einen Mehrwert geboten sein muss.

Als Personaldienstleister beobachten wir dieses Thema sehr gespannt und sind überzeugt, dass Arbeitnehmer mit einem hohen Prozessverständnis gepaart mit einem «Spezialisten»-Knowhow zukünftig noch gefragter sein werden.

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