Am 31. Europaforum Luzern diskutierten nationale und internationale Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler und Politiker im KKL in Luzern über aktuelle Herausforderungen im Spannungsfeld  Arbeitsmarkt und Zuwanderung. Im Zuge der verschiedenen Vorträge, Symposien und Diskussionsrunden waren am vergangenen Montag, den 13.11.2016 auf Grund aktueller politischer Lage natürlich auch Brexit, Trump und Einwanderungsinitiative eines der Hauptthemen.

Mehr über die Hintergründe und Ansatzpunkte für das Europaforum Luzern in einem kurzen Video:

 

Unter der Prämisse, dass ein funktionierender Arbeitsmarkt das Herz einer Volkswirtschaft ist, sollten die Referenten – darunter viele namhafte nationale und internationale Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik –Hintergründe, Ansatzpunkte und Fallbeispiele aufzeigen.

Von Seiten der Wirtschaft war die Message klar: Ein offener Arbeitsmarkt ist unabdingbar für die Schweiz. Ob Implenia-CEO Anton Affentranger, oder ABB-CEO Remo Lütolf oder Michael Ziesemer, Verwaltungsratsmitglied beim Industrieunternehmen Endress +Hauser und Präsident des Deutschen Verbands der Elektroindustrie, alle stellten unmissverständlich klar, dass offene Arbeitsmärkte «von überragender Bedeutung für die internationale Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen» sind.

Im gleichen Atemzug wurde natürlich kontrovers über den steigenden  Druck auf die offenen Arbeitsmärkte im Hinblick auf die Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative diskutiert. Nebst einem massivst steigenden administrativen Aufwand durch die momentan diskutierte Lösung, wurde selbst von Seiten Politik klargestellt, dass die Schweiz an Wohlstand verlieren wird, wenn die Bilateralen Verträge mit der EU im Zuge einer radikalen Umsetzung wegfallen würden.

Derzeit sieht die Politik für die Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative folgenden „praktikablen Ansatz“:

Bei Berufsgruppen mit hoher Arbeitslosigkeit sollen Arbeitgeber inländische Stellenbewerber zu einem Gespräch einladen und Ablehnungen begründen müssen. Eine buchstabengetreue Umsetzung der Initiative wäre nach Meinung der Politiker nach viel aufwendiger.

Alles in Einem bleibt festzuhalten, dass Unternehmen wie auch Arbeitnehmer sich auch in Zukunft den stetigen Veränderungen, andauerndem Wandel und wachsenden Herausforderungen stellen müssen. Dabei sind die wichtigsten Schlagwörter bekannte Themen wie:

Fachkräftemangel

Arbeitgeberattraktivität

Politische Rahmenbedingungen (sprich – offene Arbeitsmärkte)

Es bleibt abzuwarten, wie sich die politische Lage in Europa und in erster Linie in Amerika entwickelt und welche Auswirkungen dies für die Schweiz haben kann. Eine vernünftige Lösung der Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative ist aber für die Schweiz und deren Unternehmungen unabdingbar um im Zuge von Globalisierung, Bedarf an offenen Märkten und „War for Talent“ wettbewerbsfähig zu bleiben, wie einige Referenten im Gespräch mit SRF nochmals klarstellten.

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