Welche Bildung braucht der Arbeitsmarkt und welche aktuellen Herausforderungen hat die Geldpolitik?

Selbstverständlich folgen wir als Personalberatung bei diesen Themen sehr gerne der Einladung des Gewerbevereins Rheinfelden zum diesjährigen NAB-Wirtschaftsapero  – sind wir doch direkt davon betroffen.

Während uns, sowie den weiteren 120 Gästen, Herr Daniel Hanimann, Mitglied der SNB-Direktion, den Entscheid der Schweizer Nationalbank zur Aushebung des Euro-Mindestkurses zu erklären versuchte – „seinerseits ein Entscheid zwischen Pest oder Cholera“  – hob er insbesondere den innovativen, schnellen und effizienten Umgang der Schweizer Unternehmungen mit diesem Entscheid hervor. Er zeigte sich absolut zuversichtlich, dass die Schweizer Wirtschaft einer positiven Zukunft entgegenblicke.

Als regional verankerter Personaldienstleister waren wir natürlich sehr an den Erläuterungen von Thomas Rühl, Leiter Regional Research bei Credit Suisse, interessiert. Er referierte über die Ergebnisse der NAB-Regionalstudie wobei der Schwerpunkt auf dem Thema „Welche Bildung braucht der Arbeitsmarkt“ im Aargau lag.

*Bilderquelle: Hans Berger

Unter verschiedensten Parametern wurde eine Standortanalyse betrieben, bei welcher der Kanton Aargau als „fünfplatzierter“ in Bezug auf Standortqualität durch die Ziellinie ging. Viel spannender war aber die Tatsache, dass den Zahlen gemäss der Kanton ein sehr „erfolgreicher“ Exporteur von Fach- und Führungskräften für die umliegenden Kantone ist. Ein „Importtreiber“ sei einzig die Spitzenindustrie, welche sich vornehmlich im Industriesegment bewege. Obwohl es eine steigende Anzahl an Lehrstellen im Kanton gebe, liegt der Kanton in Sachen Bildung weit unter dem Schweizer Durchschnitt, im speziellen wenn es um höhere Abschlüsse geht.   Etwas in Frage stellen müssen wir aber die positive Beurteilung bezüglich des eingeschlagenen Weges im Bildungssystem des Kantons. Drastische Kürzungen im Schulsystem kann man in diesem Zusammenhang einfach nicht positiv bewerten und sind auf lange Sicht auch kontraproduktiv für den Arbeitsmarkt.

Äusserst spannend, speziell  für unsere täglichen Geschäftstätigkeiten, war die Tatsache, dass die Zuwanderer den Bildungsstand massiv anheben und einen sehr grossen Anteil an Fachkräften mit höherem Bildungsabschluss im Kanton ausmachen. Unter Berücksichtigung  der Masseneinwanderungsinitiative ein sehr spannender Fakt und wirft ein fragwürdiges Licht auf die Sinnhaftigkeit dieser Initiative und den damit augenscheinlich verbundenen Auswirkungen einer Umsetzung derer.

Obwohl man vorsichtig optimistisch ins kommende Wirtschaftsjahr blickt, ist das Ende der Fahnenstange in Bezug auf die aktuelle Wirtschaftslage noch nicht erreicht.

Beim anschliessenden Apero erfreuten wir uns noch am obligatorischen Networken und durften einige spannende, aufschlussreiche und sympathische Gesprächen führen.

Persaga möchte nochmals dem Gewerbeverein Rheinfelden für die Einladung, sowie der NAB für die sehr gute Organisation und den interessanten Anlass danken.

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